Ach war das ein schönes Wochenende, rundum perfekt gelaufen. Am Freitag war ich in der Oper "Die Zauberflöte", die von der Yale School of Music im Shubert Theater in New Haven inszeniert wurde. Die Vorführung war richtig professionell, die Sänger, Studenten aus Yale, alles angehende Stars in Opernhäusern weltweit. Trotz des klassischen Themas kam der "American Way of Life" auch ab und zu zum Vorschein und brachte die Leute zum Lachen, so zum Beispiel als Papageno über eine Expansion seines Vogelfängertums ins Ausland nachdenkt oder als er während der Prüfungen die Götter mit seinem "iphone" per SMS nach ihren Plänen fragen will. Das Schauspielhaus war restlos ausverkauft und die alljährliche Operninszenierung der Yale University hat sich zu Recht weit über New Haven hinaus herumgesprochen.
Am Samstag war ich dann in der "Mall" zum Shoppen und habe mich mal wieder von meinem Schnäppchentrieb leiten lassen. Das wird in Amerika ja immer ganz groß inszeniert, ich frage mich, wann es da eigentlich mal keinen "Sale" gibt. Aber mir solls recht sein, bleibt nur zu hoffen, dass ich bei der Heimreise alles in den Koffer kriege.
Heute Morgen war ich dann noch in der Kirche, wo schon die nächste Überraschung auf mich wartete. Alle Studenten der Graduate School wurden hinterher eingeladen, mit ins Restaurant "Thai Taste" zu einem "Free Lunch" auf Kosten von Yale zu kommen. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen und bestellte Cashewnut Chicken mit viel Reis und Gemüse, richtig lecker! Den Rest des Tages widmete ich dann der Uni und genoss wie immer die gute Lernatmosphäre in der Law Library.
Wie gesagt, ein rundum gelungenes Wochenende.
Ach und was ich ganz vergessen habe: Am Samstag war ja auch noch Valentinstag, was von der hiesigen Konsumgüterwirtschaft bis ins Letzte ausgekostet wird. In der Zeitung war zu lesen, dass schon eine Woche im Voraus alle Plätze in den guten Restaurants ausgebucht waren, wobei die Gäste in drei Schichten um 6, 8 und 10 Uhr abends kommen und verköstigt werden. Was natürlich auch heißt, dass die anderen bis zum nächsten Termin den Platz räumen müssen. Geschäft ist Geschäft, da kennen die Restaurantbesitzer nichts. Und auch sonst platzen die Supermärkte geradezu von Schokoherzen und sonstigem Süßkram, der allerdings am morgen zum halben Preis verkauft wird. Mein Süßigkeitenvorrat neigt sich ohnehin dem Ende, vielleicht sollte ich mich mal wieder auf Schnäppchenjagd begeben...
Economics Teaching Conference
vor 2 Wochen
1 Kommentar:
Ach Benny...bisch halt doch en echte Schwob :)
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