Heute habe ich zum allerersten Mal in Amerika ein Brot gekauft, das seinen Namen verdient hat - ein Bauernbrot mit knuspriger Kruste und lockerem Roggenmischteig. Das ist wirklich geschichtsträchtig!
Und ganz nebenbei wurde ja heute um 12 Uhr Mittag auch George W. Bush abgesetzt und Barack Obama als neuer Präsident vereidigt. Auch hier kann man, denke ich, von einem historischen Moment sprechen.
Beim Public Viewing in der Graduiertenschule war der Andrang riesengroß, längst nicht alle Zuschauer hatten Sitzplätze. Junge Eltern hatten ihr Baby vor sich auf dem Schoß, um es an diesem Moment teilhaben zu lassen, und die Stimmung im Saal war ausgelassen.
Foto: Jubel bei der Vereidigung von Barack Obama als dem 44. Präsidenten der Vereinigten StaatenDer ungeliebte Ex-Vizepräsident Dick Cheney im Rollstuhl rief ebenso lautes Gelächter hervor wie die falsche Vorrede des Obersten US-Richters John Roberts bei der Vereidigung und die darauf folgende falsche Nachrede von Barack Obama, bei der ihm der Fehler wohl bewusst wurde und er ins Stolpern geriet. Auch die Antrittsrede von Obama wurde aufmerksam und begeistert verfolgt, aber den Höhepunkt erreichte die Stimmung erst beim Auftritt von Elizabeth Alexander, einer Dichterin und Dozentin aus Yale, die ihr extra zu diesem Anlass gedichtete Werk "Praise song for the day" vortrug.
Ein bisschen Lokalpatriotismus muss eben auch sein, gerade wenn der neue Präsident nicht mehr in Yale, sondern in Harvard seinen Abschluss gemacht hat.
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